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"Bella Italia“ – Ausstellungseröffnung mit Fotografien von Andreas Lang am 9.2.2012, Elke Eberle, M.A.

Stellen Sie sich vor – Sie sitzen in der warmen Sonne an einem wunderschönen Platz, vielleicht rauscht in der Nähe sogar das Meer. Vor Ihnen steht ein herrlich duftender Cappuccino und vor Ihnen liegt ein angenehmer Tag. Es herrscht die richtige Mischung aus aufgeregter Hektik und angenehmem Nichtstun. Und die Welt dreht sich irgendwie anders, manchmal gleichzeitig langsamer und schneller. Ich denke nur an die Invasion von Vespas und an die gestenreichen und temperamentvollen Unterhaltungen. Ich bin sicher, jeder von uns hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an Reisen nach Italien.

Fasziniert von Italien war schon Goethe, es inspirierte ihn zu einem seiner berühmtesten Gedichte „Kennst du das Land wo die Zitronen blühn’“. William Turner – am Wochenende wird eine Schau in der Staatsgalerie mit einigen seiner Werke eröffnet  – war begeistert von diesem herrlichen, einzigartigen Licht, er malte Venedig wieder und wieder, getaucht in die unterschiedlichsten Farben.

Andreas Lang führt uns mit seinen Fotografien mitten hinein in diese wunderbare Welt. Er sagt, Italien sei für ihn eine riesige Schatzkammer voll Kunst und Kultur, eine einzige Freilichtbühne. Er betont immer wieder, er habe halt einfach fotografiert, das alles seien Schnappschüsse. Möglich. Doch es ist ein riesiger Unterschied, ob jemand wie Andreas Lang, der das Maß für perfekte Proportionen und die richtige Perspektive verinnerlicht hat, so genannte Schnappschüsse macht, oder ob jemand, der eher selten mit Fotografieren zu tun hat, einfach ins Blaue hinein fotografiert. Mit Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm lässt sich Vieles machen, aber eben nicht alles.

Fotografien entstammen direkt unserer Lebens- und Erfahrungswelt, der Zugang zu ihnen ist einfach, sie erzählen ihre Geschichten direkter und unmittelbarer als Skulpturen, Installationen oder Tafelbilder. Meist ist die Idee, die hinter den Bildern steckt, vergleichsweise leicht zu entziffern.

Das eingefangene Licht, die Brillanz der Farben und Formen sind beein-druckend und vermitteln das Gefühl von Unmittelbarkeit. Fotografien ermöglichen ein Spiel mit Licht und Schatten, spannend ist immer wieder der Wechsel von Detailaufnahmen und Fernsichten. Diesen Wechsel hat Andreas Lang in seinen so genannten „Composings“ perfekt in Szene gesetzt.

 

Er erzählt Geschichten und fügt dazu Passendes zusammen, sie sehen beispielsweise Limonen, die vor einem Laden oder auf einem Markt in großer Zahl aufgetürmt sind und eine Stadt am Gardasee, vielleicht kennen Sie sie oder ahnen ihren Namen, es ist Limone. Es ist gleichzeitig sehr anregend, diesen Geschichten nachzuspüren und sie zu entdecken. Und es ist inspirierend, neue Geschichten zu erfinden, die Bilder hier mit eigenen Erinnerungen zu verknüpfen und vielleicht sogar eigene Geschichten zu erfinden.

In Italien beeindruckt immer wieder das Licht: Der Sonnenuntergang, der Sonnenaufgang, das gleißende Sonnenlicht am Meer oder die warme, weiche Nachmittagssonne etwa in einem Olivenhain. Alles scheint heller und dadurch auch direkter und offener.

Das alles hat Andreas Lang in diesen Fotografien eingefangen. Ich habe ihn nicht gefragt, wie viele Fotos auf diesen Reisen entstanden sind. Andreas Lang ist ein Sammler des Schönen, deshalb gehe ich davon aus, dass es mehrere hundert sind. Er zeigt uns Fundstücke, die manchmal einfach so am Wegrand zu finden sind – für den, der sich Zeit nimmt und hinschaut. Etwa jene üppig umwucherte Wanne, in der Seerosen wachsen. Es zeichnet in den Fotografien der italienischen Riviera das Bild einer Urlaubsregion, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Er zeigt uns Venedig, so wie es jeder sehen kann, mit prachtvollen Gondeln und Gondelführern voll Stolz und Eleganz, mit imposanten Bauwerken und seiner besonderen Lebensfülle. Allgegenwärtig sind in Venedig die Masken, auch außerhalb des Karnevals. Er zeigt uns auch einen Ausschnitt der Modemetropole Mailand. Eine Innenansicht des berühmten Einkaufszentrums Galleria Vittorio Emmanuele II setzt er in Beziehung zu einer Detailansicht der berühmten gläsernen Kuppel. Ein Eiswagen steht etwas verwaist an einer Hauswand, ein Fußbodenmosaik wird zur Krone, ein Hutladen beeindruckt durch seine elegante Schaufensterdekoration.

Italien ist mehr als Sonne und Strand, Pizza und Eis, auch das wollte Andreas Lang zeigen. Und es gelingt ihm vorzüglich. „Bella Italia“! Italien ist einfach schön, so wie auch die Fotografien von Andreas Lang. Ich wünsche Ihnen nun eine inspirierende Entdeckung von magischen Orten und einen vergnüglichen Abend.

Wer Italien riechen und schmecken möchte, den lade ich nun im Namen von Andreas Lang herzlich ein zu Pizza und Wein.

 
 
 
 
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